Für das Boston Opera House fiel die Wahl auf Bose® RoomMatch® Lautsprecher

Das historische Boston Opera House liegt im Herzen des Theaterviertels der Stadt und gilt als eines der architektonisch und ästhetisch beeindruckendsten Theater von New England. Es wurde im Jahr 1928 unter dem Namen B.F. Keith Memorial Theater eröffnet und im Laufe seiner 86-jährigen Geschichte als Veranstaltungsstätte für zahlreiche klassische Produktionen genutzt. Im Jahr 2004 erfolgte dann eine groß angelegte Renovierung des Gebäudes, deren Kosten sich auf stattliche 50 Millionen US-Dollar beliefen. Heutzutage wird ein Großteil des jährlichen und über 200 Vorführungen umfassenden Veranstaltungskalenders vom Boston Ballet und den tourenden Musical-Theaterproduktionen von Broadway in Boston ausgefüllt (zu den bisherigen Vorführungen zählten unter anderem Book of Mormon, Phantom der Oper, König der Löwen, Motown the Musical, Newsies, Kinky Boots und mehr). Die Sitzbereiche sind wirklich großzügig angelegt. Es gibt insgesamt 2645 Sitzplätze, von denen sich allein 1303 auf dem Balkon befinden. Die Betreiber des Theaters wollten sicherstellen, dass Tourneeproduktionen die Möglichkeit haben, die Klarheit der Stimmwiedergabe auch im breiten Zwischengeschoss und auf dem Balkon zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurden Schritte unternommen, um ein Beschallungssystem für diesen Bereich der Veranstaltungsstätte zu installieren (für den ersten Rang im Hauptgeschoss und einen Teil des Zwischengeschosses werden weiterhin die Beschallungssysteme der Tournee-Crews verwendet). Nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren entschieden sich die Verantwortlichen für die RoomMatch® Arrays von Bose® Professional Systems, um eine klare und gleichmäßige Abstrahlung auf den Balkon zu ermöglichen.

 

Mike Marchetti, der Produktionsleiter des Boston Opera House, hatte sich eigentlich für das System eines anderen Herstellers entschieden, wurde aber von Kollegen dazu überredet, sich eine Demo des Bose RoomMatch-Systems anzuhören. Nach der Demo und einem direkt vor Ort durchgeführten Vergleich mit dem ursprünglichen ausgewählten System war Mike davon überzeugt, dass die RoomMatch Progressive Directivity Arrays genau das waren, was er brauchte. Das System wurde von dem in Sudbury, Massachusetts, ansässigen Unternehmen Adtech Systems Inc. installiert. Der mehrfach ausgezeichnete Systemintegrator wurde 1988 gegründet und hatte bereits zuvor Komponenten von Bose RoomMatch und PowerMatch® Systemen in mehrere hochkarätige Installationen integriert, zum Beispiel im Rondileau Center Auditorium an der Bridgewater State University in Massachusetts, der Nevinshall in Framingham, Massachusetts, dem Edwards Auditorium der University of Rhode Island, der High Pointe Church in Thompson, Connecticut, und an vielen anderen Standorten.

 

Das unter der Leitung des Adtech Sales Engineer Charles Crane installierte System umfasst zwei RoomMatch Arrays. Jedes Array besteht aus einem RM5505-Modul, zwei RM7010-Modulen, einem RM12010-Modul und einem RM12020-Modul sowie zwei kompakten RMU208-Lautsprechern für die Vordergrund-/Zonenbeschallung und Under-Balcony-Anwendungen. Durch diese Kombination wird sichergestellt, dass auch schwer zu erreichende Bereiche beschallt werden können. Die Stromversorgung erfolgt über vier Bose PowerMatch PM8500N 8-Kanal-Verstärker und die Signalverarbeitung wird von einem Bose ControlSpace® ESP-00 Engineered Sound Processor übernommen. Zu den weiteren Komponenten zählen ein komplettes Sortiment an Kabeln, Lautsprecher- und Line-Pegel-Patch-Panels sowie XLR-Brückenschaltungen von Whirlwind®.

Marchetti sagte dazu: „Die Klarheit der Stimmwiedergabe spielt eine wichtige Rolle für die hier stattfindenden Aufführungen. Bei einigen Tourneesystemen war es schwierig, diese Klarheit zu erreichen, ganz besonders in den Balkonbereichen. Das gilt insbesondere für Produktionen, in denen viel mit Dialekt gesprochener oder gesungener Text vorkommt. Gute Beispiele dafür wären der Dubliner Akzent in Once, der ugandische Akzent in Book of Mormon oder der ländliche britische Akzent in Billy Elliot. Nachdem ich mir das RoomMatch-System habe vorführen lassen, war ich davon überzeugt, dass es genau die richtige Lösung ist, um eine klare Abstrahlung auf den Balkon zu erreichen. Außerdem hat es genau in unser Budget gepasst. Als wir den Vergleich der beiden zur Auswahl stehenden Systeme vor Ort durchführten, habe ich mehrere meiner Kollegen darum gebeten, dem Ganzen beizuwohnen und mir ihre Meinung zur Beschallungsleistung mitzuteilen. Dazu gehörten unter anderem Steve Colby, Tontechniker beim Boston Pops Orchestra; Bradley S. Berger, Produktionsleiter beim Berklee College of Music, Rick Brenner, Sound-Designer beim Boston Ballet, James Jensen, stellvertretender Leiter des Boston Opera House und Rich Jaffe, Präsident von Broadway in Boston, um nur einige zu nennen. Ich muss zugeben, dass ich anfangs skeptisch war, aber nachdem ich mich entschieden hatte, begann ich damit, anderen in der Branche davon zu erzählen, wie beeindruckend das RoomMatch System ist. Und seitdem es installiert wurde, weiß ich das System sogar noch mehr zu schätzen.“

„Es hat mich sehr gefreut, dass es sich bei dem fraglichen System um ein Bose RoomMatch System gehandelt hat, da ich erst vor Kurzem mehrere Installationen in unserer Gegend mit RoomMatch und PowerMatch Komponenten ausgestattet hatte“, so Charles Crane. „Im Edwards Auditorium der University of Rhode Island konnte mithilfe des RoomMatch Systems beispielsweise ein Problem gelöst werden, das darauf zurückzuführen war, dass mit dem bereits vorhandenen System nicht jeder Platz abgedeckt werden konnte. Durch die Installation des RoomMatch Systems im Boston Opera House konnte nicht nur eine bessere Beschallung, sondern auch eine deutlich bessere Sprachverständlichkeit erreicht werden.“

 

Ein einzigartiger Aspekt des Projekts bestand laut Crane außerdem darin, dass die Bose Module in den Farben des goldenen/beigen Theaterdekors angemalt werden mussten, um sie farblich darauf abzustimmen. „Darüber hinaus“, so Crane weiter, „verlief alles sehr reibungslos. Die Crew des Boston Opera House hat bei einem Großteil der Installation geholfen. Wir hatten strenge Anweisungen erhalten, die Architektur aufgrund der historischen Bedeutung des Gebäudes intakt zu halten, aber es gab zwei Löcher, die für eine spezielle Aufführung des Phantoms der Oper vor Jahren gebohrt worden waren. Wir hatten Glück, denn sie befanden sich an genau den richtigen Stellen. Wir konnten sie also nutzen, um das System zu montieren. Als das System installiert war, musste es nur noch geringfügig angepasst und optimiert werden, um eine perfekte Klangwiedergabe zu erreichen.“

Marchetti ging auch auf die besonderen Herausforderungen ein, die damit einhergehen, wenn man ein Soundsystem für eine Vielzahl von Genres in einem großen Theater installiert: „Wenn ein beliebter Musikkünstler auf Tour geht und der Sound nicht an die richtigen Stellen der Veranstaltungsstätte gelangt, kann der FOH-Mischer die Tonabmischung einfach anpassen, um die mangelnde Klarheit der Klangwiedergabe auszugleichen. Bei Broadway-Produktionen ist das Ganze allerdings etwas komplizierter. Sie richten sich danach, was der Sound-Designer der Aufführung für ein allgemeines Klangbild festgelegt hat. Außerdem haben wir festgestellt, dass die meisten Tourneeproduktionen nicht in der Lage sind, unseren großen Balkon optimal mit ihren Systemen zu beschallen. Aber seitdem das Bose RoomMatch System installiert wurde, ist das kein Problem mehr. Die Abstrahlwinkel von Bose Systemen sind sehr spezifisch. Daher war es ein Leichtes, genau die richtige Konfiguration für unsere Bedürfnisse zusammenzustellen. Das Publikum und die Tontechniker der Tournee-Crews waren hellauf begeistert von dem Ergebnis. Es war ein Erfolg auf ganzer Linie.”